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L-Argenin – lässt Muskeln wachsen und steigert die Potenz

Zusammenfassung: L-Arginin ist eine Aminosäure, die zahlreiche positive Effekte auf Ihren Trainingserfolg haben kann. Eine ausreichende Versorgung stärkt unter anderem Ihre Kraft und Ausdauer und verbessert die Regeneration nach einem harten Training.

Inhaltsverzeichnis

Was ist L-Arginin?

Bei L-Arginin – oder auch nur Arginin genannt – handelt es sich um eine Aminosäure. Aminosäuren sind Bestandteile von Eiweißen. Insgesamt gibt es 21 proteinbildende (sogenannte proteinogene) Aminosäuren, wobei 9 davon besonders wichtig sind. Diese 9 lebenswichtigen Aminosäuren sind essentiell und müssen täglich mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. L-Arginin gehört zu den semi-essentiellen Aminosäuren, das heißt: Der Körper kann diese Art der Aminosäure teilweise selbst herstellen, aber nicht in ausreichender Menge. Daher muss Arginin täglich über Lebensmittel zugeführt werden.

Was bringt Arginin?

Arginin ist jedoch nicht irgendeine Amisäure, denn ihre chemische Zusammensetzung unterscheidet sich von allen anderen. Arginin enthält nämlich den meisten Stickstoff. In Kombination mit Sauerstoff kann der Körper daraus Stickstoffmonoxid herstellen. Und genau das macht L-Arginin so beliebt. Stickstoffmonoxid wirkt nämlich gefäßerweiternd, wodurch der Blutfluss verbessert wird, was sich wiederum positiv auf das gesamte Herz-Kreislaufsystem, zum Beispiel auf den Blutdruck, auswirkt. Es kann zudem auch bei Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose (Arterienverkalkung) helfen. Arginin regt außerdem die Produktion von weißen Blutkörperchen an, weswegen es das Immunsystem stärkt. Auch Tinnitus, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes und Nierenfunktionsstörungen können unterstützend mit L-Arginin behandelt werden. Der Eiweißstoffwechsel sowie die Fettverbrennung werden ebenfalls dank der Aminosäure verbessert, beziehungsweise angeregt. Die wohl bekannteste Wirkung von L-Arginin ist aber wohl die als potenzsteigerndes Mittel.

Argenin steigert die Potenz

Kann Arginin die Potenz steigern?

L-Arginin gilt schon seit langem als bewährtes Mittel bei der Behandlung von erektilen Dysfunktionen, sprich: Erektionsstörungen. Das Stickstoffmonoxid, welches allein aus der Vorstufe L-Arginin gebildet werden kann, wirkt nämlich nicht nur "oberhalb der Gürtellinie" gefäßerweiternd. Auch der Penis profitiert von der entspannenden Wirkung auf die Blutgefäße, denn dadurch werden die Arterien erweitert, die Blutzirkulation angeregt und der Penis besser durchblutet – die perfekte Basis für eine Erektion!

Eine regelmäßige und längerfristige Einnahme von L-Arginin (mindestens 3000 Milligramm täglich, am besten in Kombination mit Pinienrindenextrakt) führt also zu einer vermehrten Bildung von Stickstoffmonoxid und gleichzeitig zu einer besseren Durchblutung und einer gesteigerten Erektion. Dasselbe Prinzip kommt übrigens auch beim Potenzmittel Viagra, einem sogenannten PDE-5-Hemmer, zum Einsatz. Denn auch hier wird die Produktion von Stickstoffmonoxid angeregt und die Durchblutung des Penis so verbessert. Leider wirkt Arginin nicht so schnell wie die synthetischen Potenzpillen, dafür ist die Einnahme jedoch frei von Nebenwirkungen.

Arginin steigert den Muskelaufbau und verbessert Ihre Fitness

L-Arginin soll nicht nur Ihre Leistung im Bett pushen, sondern auch die im Gym. Daher ist die Aminosäure besonders bei Sportlern und Bodybuildern beliebt. In einer Studie der Universität Exeter kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass L-Arginin die sportliche Leistungsfähigkeit (Ausdauer) um bis zu zwanzig Prozent steigern kann.

Und auch Sprinter profitieren: Sie können mit einer verbesserten Laufzeit von 1-2 Prozent rechnen. Grund: Die gefäßerweiternde Wirkung des Stickstoffmonoxids wirkt sich auch auf die Muskulatur aus, die dank Arginin dementsprechend besser durchblutet wird. Dadurch kann nicht nur Sauerstoff, sondern auch Nährstoffe besser zu den Muskeln transportiert werden. Zudem wird die Regeneration durch die entspannende Wirkung erleichtert. Arginin soll außerdem den Muskelaufbau indirekt steigern, da es die Freisetzung der beiden Wachstumshormone Prolaktin und Glukagon anregt. Um den Muskelaufbau zu unterstützen nehmen Sie täglich 2000 bis maximal 5000 Milligramm L-Arginin ein.

Worin ist Arginin enthalten?

Da L-Arginin eine Aminosäure, also ein Bestandteil von Eiweißen ist, enthalten eiweißreiche Lebensmittel wie Geflügel und Meeresfrüchte natürlicherweise Arginin. Doch Spitzenreiter beim Arginin-Gehalt sind Kerne, Nüsse und Keime, wie unsere Beispiele zeigen:

  • Kürbiskerne
  • Erdnüsse
  • Mandeln
  • Sojabohnen
  • Weizenkeime
  • Garnelen
  • Rindfleisch
  • Hühnerfleisch
  • Thunfisch
  • Eier

Diese Lebensmittel enthalten Argenin

Sollten Sie Arginin als Pulver oder Kapseln einnehmen?

Arginin steckt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln, doch meist ist die enthaltene Menge zu gering, um Wirkung zu zeigen. In anderen Fällen sind die Mengen der Lebensmittel, die man aufnehmen müsste, um einen bestimmten Bedarf zu decken, viel zu groß. Um die tägliche Einnahme einer bestimmten Menge sicherzustellen und auch leichter zu gestalten, kann man reines L-Arginin in Form von Kapseln (Tabletten) oder Pulver kaufen. Welche der beiden Darreichungsformen Sie für sich wählen, ist Ihnen überlassen. Kapseln sind praktisch für unterwegs, das Pulver lässt sich in Saft oder Wasser einrühren.

Welche Nebenwirkungen hat die Einnahme von Arginin?

Bislang sind keine Nebenwirkungen bei einer moderaten Einnahme von L-Arginin bekannt. „Moderat“ heißt in dem Fall bis maximal 10.000 Milligramm. Eine Einnahme von 15.000 Milligramm kann jedoch zu Verdauungsproblemen, Übelkeit und Krämpfen führen. Halten Sie sich daher an die Verzehrempfehlungen auf der Packung beziehungsweise folgen Sie dem Rat Ihres Arztes. Bei der Behandlung von Erektionsstörungen kann es bei der Einnahme von L-Arginin zu Wechselwirkungen mit anderen Potenzmitteln wie Viagra oder Cialis kommen. Sprechen Sie daher vorher mit Ihrem Arzt.

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